Max Bock hat bei den Straßen-Europameisterschaften in Ljubljana in Slowenien eine Medaille leider knapp verpasst. Im 141 Kilometer langen Straßenrennen der Männer U23 belegte er den vierten Platz, nachdem er das Finale maßgeblich mitbestimmt hatte.
37 Kilometer vor dem Ziel holte Bock am zwei Kilometer langen und durchschnittlich zehn Prozent steilen Berg Ausreißer Roberto Capello (Italien) ein. Allerdings war auch Topfavorit Hector Alvarez (Spanien) noch in Schlagweite und schloss kurz vor dem Gipfel zu Bock auf, um ihn dann auf der Abfahrt abzuhängen. Hinter Alvarez bildete sich eine Verfolgergruppe um Bock. Als es 15 Kilometer vor dem Ziel das letzte Mal den Berg hinauf ging, war es erneut Bock, der von vorne fuhr und das Tempo diktierte. Er schloss gemeinsam mit Niels Driesen (Belgien) und Jan Michal Jackowiak (Polen) wieder zu Alvarez auf. Doch auf der Abfahrt fuhr der Spanier wieder davon, um sich schließlich den Titel zu sichern.
Auch Jackowiak war enteilt, aber mit Driesen fuhr Bock noch lange um Bronze. Drei Kilometer vor dem Ziel musste der Mainzer jedoch reißen lassen und wurde 37 Sekunden hinter dem Sieger und sieben Sekunden hinter Driesen Vierter. Trotz dem, dass er knapp am Podest vorbei fuhr, war Bock nicht unglücklich: „Ich musste am Berg meine Chance suchen, das war für mich als Bergfahrer die einzige Möglichkeit, um etwas zu erreichen. Ich glaube, da war ich einer der Stärksten, doch der Weg von dort ins Ziel war einfach zu lang. Deswegen kann ich mir da keine Vorwürfe machen und bin mit meinem Rennen zufrieden.“
