Bräutigam und Friedrich dominieren 139. Bahn-DM
Messane Bräutigam (Mitte) siegte bei der Bahn-DM 2026 gleich fünfmal - unter anderem im Scratch vor Lena Reißner (li.) und Fabienne Jährig. Foto: Mareike Engelbrecht

Zwei Frauen haben den 139. Deutschen Bahn-Meisterschaften im Sportforum Kaarst-Büttgen insbesondere ihren Stempel aufgedrückt: Messane Bräutigam (AG Insurance-Soudal Devo-Team) holte im Ausdauerbereich fünf von sechs Titeln, Lea Sophie Friedrich (RSC Cottbus) war in allen vier Kurzzeit-Disziplinen erfolgreich.

Gleich zu Beginn der Titelkämpfe überraschte Bräutigam mit einem deutlichen Sieg in der Einerverfolgung. In der Mannschaftsverfolgung war sie mit der rheinland-pfälzischen Auswahl, zu der auch Magdalena Leis (UAE Development-Team) sowie Hannah Kunz und Katharina Palm (beide REMBE | rad-net) gehörten, am schnellsten. Im Zweiermannschaftsfahren siegte Bräutigam wie 2025 gemeinsam mit Lea Lin Teutenberg (Lotto-Intermarché Ladies). Im Scratch war Bräutigam genauso wenig zu schlagen wie im Ausscheidungsfahren und verteidigte auch ihre Titel. Nur im Punktefahren konnte die 20-Jährige keine Medaille holen. Da sicherte sich Laura Süßemilch (REMBE | rad-net) Gold.

Bei den Männern im Ausdauerbereich holte Tim Torn Teutenberg (Lidl-Trek) zwei Goldmedaillen: Er siegte wie im Vorjahr im Ausscheidungsfahren und setzte sich mit Moritz Augenstein (RSV Irschenberg) im Zweiermannschaftsfahren durch. Außerdem fuhr er im Scratch und in der Mannschaftsverfolgung zu Silber. Im Scratch verteidigte Benjamin Boos sein Meistertrikot und feierte außerdem mit seinen Teamkollegen von REMBE | rad-net Moritz Binder, Tobias Buck-Gramcko und Paul-Felix Petry Gold in der Mannschaftsverfolgung. In der Einerverfolgung war Bruno Keßler (Tudor U23) eine Klasse für sich. Im Punktefahren gewann Moritz Mauss (UAE-Team Emirates Gen Z).

„Durch die Bank sind die Männer tolle Rennen gefahren und haben in der Einer- und Mannschaftsverfolgung starke Zeiten gefahren. Ich bin mit den gezeigten Leistungen sehr zufrieden“, bilanzierte Bundestrainer Lucas Schädlich. Frauen-Bundestrainer André Korff sagte: „Mich haben die hohen Starterzahlen bei dieser DM gefreut, lediglich im Zweiermannschaftsfahren hätte ich mir mehr Paarungen erhofft. Auch die Frauen haben gute Rennen gefahren und mit starken Leistungen überzeugt.  Überragende Sportlerin war Messane Bräutigam mit fünf von sechs Titeln.“

Friedrich war die erfolgreichste Kurzzeit-Athletin. In allen drei Einzeldisziplinen – Sprint, Keirin und 1000-Meter-Zeitfahren – war die 26-Jährige am schnellsten. Im Teamsprint holte sie mit Clara Schneider (RSV Finsterwalde) und Emilia Waterstradt (RSC Cottbus) ebenfalls den Titel. Bei den Männern krönte sich Pete Collin Flemming (BSG Pneumant Fürstenwalde) zum Deutschen Meister in der Königsdisziplin Sprint. Im Keirin sorgte Jakob Vogt (TSV Breitenworbis) für eine Überraschung. Das 1000-Meter-Zeitfahren entschied Henric Hackmann (RV Rodach) für sich. Zuvor hatte er auch schon gemeinsam mit Luca Spiegel (RV Offenbach) und Colin Rudolph (RSV 54 Venusberg) in einem rheinland-pfälzisch-sächsischem Mixed-Team den Teamsprint gewonnen.

Im U19-Bereich war Raul Esch (Radsportverband THÜ) der erfolgreichste Medaillensammler. Er holte mit seinen Siegen im Punktefahren, Ausscheidungsfahren, Zweiermannschaftsfahren (mit Felix Jerzyna) und in der Mannschaftsverfolgung (mit Jerzyna, Lenny Karstedt, Oskar Rise) vier von fünf möglichen Titeln. In der männlichen U17 gewann Jasper Carls (HSG Uni Greifswald) ebenso viele Titel.

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