Deutsche Männer gehen bei Straßen-WM leer aus

Die deutschen Männer haben bei den Straßen-Weltmeisterschaften in Montreal (Kanada) keine vordere Platzierung einfahren können.

In der Anfangsphase des 273 Kilometer langen Rennens bestimmte der Deutsche Meister Felix Engelhardt das Renngeschehen mit. Er war Teil einer 16-köpfigen Spitzengruppe, die zwischenzeitlich über acht Minuten Vorsprung hatte. Als nach etwas mehr als 100 Kilometern der 13 Kilometer lange Rundkurs im Zentrum von Montreal erreicht wurde, schmolz der Vorsprung jedoch schnell zusammen und 110 Kilometer vor dem Ziel wurden die letzten Angreifer gestellt. Engelhardt hatte zuvor schon reißen lassen müssen. „Mir hat es einfach den Stecker gezogen. Als wir auf die Runde gekommen sind, haben wir Vollgas gefahren. Trotzdem hat das Feld innerhalb von zwei Runden sechs Minuten gutgemacht“, sagte Engelhardt.

Danach konnten die Deutschen keine weiteren Akzente setzen. Maximilian Schachmann hatte Pech, dass ihn rund 95 Kilometer vor dem Ziel ein Defekt ereilte, der ihn zurückwarf. „Mir ist die Kette heruntergefallen, zwischen Rahmen und Kettenblatt. Ich habe ewig gebraucht, um sie wieder drauf zu bekommen. Ich hatte zwar keinen Sahnetag, aber so wollte ich auch nicht aus dem Rennen ausscheiden“, so Schachmann.

Einzig Georg Zimmermann (38.) und Florian Lipowitz (47.) konnten das WM-Rennen, das von dem US-Amerikaner Brandon McNulty gewonnen wurde, beenden. „Die ersten 100 Kilometer waren gemütlich zum Einrollen. Aber sobald wir die Runde erreicht hatten, war das Tempo extrem hoch und selektiv. Es war ein super hartes Rennen, das am Ende etwas zu lang für mich war. Ich hatte heute nicht die Beine dazu. Aber trotzdem bin super happy, hier ins Ziel gekommen zu sein“, sagte Lipowitz.

Insgesamt holte die deutsche Mannschaft bei diesen Weltmeisterschaften eine Medaille. Franziska Koch fuhr im Einzelzeitfahren der Frauen zu Bronze; hinzukamen sieben Top-Ten-Platzierungen. „Das war im Rahmen unserer Möglichkeiten, wenngleich wir auf die ein oder andere Medaille mehr gehofft hatten. In den Nachwuchsklassen haben wir gute Ergebnisse erzielt und waren in der erweiterten Weltspitze vertreten. Das macht Hoffnung für die Zukunft“, so GC-Sportdirektor Patrick Moster.

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