Die deutschen Frauen haben sich im Straßenrennen bei den Europameisterschaften in Ljubljana (Slowenien) gut verkauft, wurden für ihre Leistung aber nicht belohnt. Antonia Niedermaier belegte nach 130 Kilometern als beste Deutsche den fünften Platz, Franziska Koch wurde Achte. Bei den Junioren erzielte der WM-Vierte Owen Kings mit Rang 13 das beste Resultat.
Frauen
So richtig ging das Rennen der Frauen erst los, als die 22 Kilometer lange Zielrunde mit einem zwei Kilometer langen und durchschnittlich zehn Prozent steilen Anstieg, die zweimal zu befahren war, erreicht wurde. Und ab dort bestimmten die deutschen Frauen das Rennen maßgeblich mit. Zunächst löste sich am Berg eine starke Spitzengruppe mit allen Favoritinnen – unter anderem mit Nationalfahrerin Antonia Niedermaier sowie der Weltmeisterin und späteren Siegerin Demi Vollering (Niederlande). Auf der Abfahrt schlossen unter anderem Franziska Koch und Liane Lippert wieder auf. Koch attackierte sofort mit einer anderen Fahrerin, doch das Duo wurde nach rund zehn Kilometern wieder gestellt. Dann war es Lippert, die in eine Ausreißerinnengruppe ging, die aber am Berg wieder eingeholt wurde.
Dort setzte sich dann Vollering alleine ab, während Niedermaier mit fünf Verfolgerinnen um die weiteren Medaillen fuhr. Im Schlussspurt waren andere schneller, aber Niedermaier konnte sich dennoch über Rang fünf freuen. „Wir hatten nichts zu verlieren und haben wirklich alle Karten gespielt, die wir hatten. Am Ende ist es so wie es ist. Klar, es ist leider kein Podium und keine Medaille, aber ich glaube, wir können uns nichts vorwerfen“, bilanzierte Niedermaier. Und Koch sagte: „Wir haben unsere Chancen genutzt, von daher würde ich sagen, dass wir zufrieden mit diesem Rennen sein können. Wenn wir nicht die Stärksten sind am Berg, dann ist das halt so. Natürlich haben wir uns ein bisschen mehr erhofft, aber ja, manchmal gehen Attacken auf und manchmal nicht.“
Junioren
Bei den Junioren feierte der Norweger Elias Dybing ebenfalls einen Solosieg. Hinter zwei Verfolgern kam Kings mit der nächsten Gruppe mit 15 Sekunden Rückstand und als 13. ins Ziel. „Im Finale war ich alleine und ich konnte nicht jede Attacke mitgehen. Die entscheidende Gruppe habe ich leider verpasst und dann einfach etwas gepokert. Bis zum Ziel war das Tempo so hoch, da konnte ich nicht mehr attackieren und im Sprint ist halt auch nicht mehr drin bei mir“, meinte der 17-Jährige.
