Die deutschen Juniorinnen haben bei den Weltmeisterschaften im kanadischen Montreal mit einem guten mannschaftlichen Ergebnis überzeugt: Drei von ihnen fuhren unter die besten 15. Die Männer U23 blieben hingegen hinter ihren Erwartungen zurück.
Das 80 Kilometer lange Rennen der Juniorinnen entwickelte sich zu einem Ausscheidungsfahren. Schon nach der ersten von sechs 13-Kilometer-Runden hatte sich das Fahrerinnenfeld auf rund 50 Fahrerinnen halbiert. Die Deutschen waren aber vorne dabei und bestimmten das Rennen mit. Als jedoch 13 Kilometer vor dem Ziel die entscheidende fünfköpfige Gruppe entstand, aus der sich die Spanierin Alejandra Neira den WM-Titel sicherte, mussten sie reißen lassen.
„Leider habe ich die Attacke verpasst, aber ich weiß auch nicht, ob ich mit den fünf Besten hätte mithalten können. Deshalb bin ich schon mit dem Ergebnis zufrieden“, sagte Bieberle, die als Sechste die beste der deutschen Juniorinnen war. Amandine Jakob überquerte als Neunte den Zielstrich, Leni Burger belegte den 14. Platz. Klara Dworatzek stürzte etwa 25 Kilometer vor dem Ziel und konnte nicht mehr in die Entscheidung eingreifen.
Im Rennen der Männer U23, das über 174 Kilometer ging, war Moritz Mauss beim Solosieg von Ashlin Barry aus den USA als 21. bester Deutscher. „Eigentlich hatten wir einen sehr, sehr guten Plan und eine durchaus starke Mannschaft. Wir wollten das Rennen offen gestalten, wir wollten eigentlich die Gruppen besetzen. Das ist nicht ganz so gelaufen. Wir waren zwar mehrmals in Gruppen dabei, aber nicht in den richtigen. Wir sind auf jeden Fall nicht zufrieden, das war nicht unser Anspruch“, bilanzierte Mauss.
