Keine EM-Medaillen im Zeitfahren

Am letzten Wettkampftag der Straßen-Europameisterschaften in Ljubljana sind die Sportlerinnen und Sportler von German Cycling (GC) leider leer ausgegangen. U23-Fahrerin Justyna Czapla und Juniorin Klara Dworatzek verpassten als jeweils Vierte nur knapp Edelmetall. Franziska Koch hatte keinen guten Tag und blieb hinter ihren eigenen Erwartungen zurück. Insgesamt holten die Deutschen bei diesen Titelkämpfen eine Bronzemedaille.

Czapla lag nur sieben Sekunden hinter dem Bronzerang, nachdem sie vor allem im letzten Renndrittel noch einiges an Boden gutmachen konnte. „Mit meiner Leistung so bin ich schon sehr zufrieden, aber mit meiner Platzierung bin ich nicht happy. Ich bin gut ins Rennen gekommen und habe es gut gepacet. Aber am Ende hat es dann halt nicht ganz gereicht“, zeigte sich Czapla enttäuscht.

Dworatzek, die Bronze im Straßenrennen gewonnen hatte, fehlten am Ende nur sechs Sekunden zu einer weiteren Medaille. Ihre Nationalmannschaftskollegin Edda Bieberle belegte einen ebenfalls guten sechsten Platz. „Ich denke, es ist trotzdem ein gutes Ergebnis. Der lange Anstieg kam mir entgegen. Ich bin recht zufrieden, ich habe alles auf der Strecke gelassen“, erklärte Dworatzek.

Einen rabenschwarzen Tag erlebte Franziska Koch. Sie gehörte nach dem Gewinn der Bronzemedaille bei der WM zu den Medaillenkandidatinnen, kam aber nicht über Platz elf hinaus. „Es lief heute überhaupt nicht“, kommentierte sie kurz und knapp ihr Rennen.

Bei den Männern belegten Marco Brenner und Miguel Heidemann die Plätze 19. und 22. „Ich habe mich eigentlich gut und schnell gefühlt, aber am Ende war ich dann doch etwas langsamer als gedacht. Der Kurs ist nicht einfach zu pacen“, so Brenner. Heidemann sagte: „Es hat mega viel Spaß gemacht, hier jetzt einzuspringen und noch mal ein Rennen zu fahren. Es war ein hartes Zeitfahren, aber im Großen und Ganzen kann ich mit meiner Leistung zufrieden sein.“

Zufrieden konnten die U23-Fahrer sein. Louis Leidert fuhr als Elfter nur knapp an seinem Ziel, die Top-Ten zu erreichen, vorbei. „Ich bin mit meiner Leistung schon zufrieden, sie war gut. Nur nach dem Anstieg habe ich oben über die Wellen zu viel Zeit liegen lassen. Paul Fietzke wurde 14. „Nach der WM in Kanada bin ich krank geworden. „Ich hatte die Hoffnung, dass es fürs Einzelzeitfahren wieder besser läuft, aber mehr ging heute nicht. Dafür ist das Ergebnis gar nicht so schlecht“, sagte Fietzke.

Bei den Junioren war Owen Kings als 17. bester Deutscher.

GC-Vizepräsident Günter Schabel erklärte: „Wir haben bei dieser EM eine Medaille gewonnen, hinzu kamen viele vierte und fünfte Plätze und weitere Top-Ten-Resultate erzielt. Im europäischen Vergleich sind wir dabei, aber die Spitze rückt in der Welt und Europa immer näher zusammen. Im Großen und Ganzen können wir aber zufrieden sein, hatten keine Stürze oder krankheitsbedingten Ausfälle. Dennoch müssen wir das ein oder andere analysieren und schauen, wie es weitergeht.“

Sponsoren
Förderer