Schehl U23-Europameister im Short-Track – Junior Hückmann holt Bronze
Paul Schehl siegte bei der MTB-EM im Short-Track der U23-Klasse.Foto: Armin M. Küstenbrück

Der deutsche Radsportverband German Cycling (GC) ist erfolgreich in die Mountainbike-Europameisterschaften in Monteceneri in der Schweiz gestartet. Zum Auftakt der Titelkämpfe wurde Paul Schehl (Lexware) U23-Europameister im Short-Track. Außerdem fuhr Junior Elias Hückmann (BikeSportBühne Bayreuth) zu Bronze.

Nach zuletzt fünf Short-Track-Siegen im U23-Weltcup in Folge ging Schehl auch bei der EM als Topfavorit ins Rennen. Die Rolle nahm er an, reihte sich direkt vorne mit ein und gab das Tempo vor. Schnell wurde deutlich, dass Schehl wieder einer der stärksten Fahrer ist – und das zeigte er eingangs der Schlussrunde eindrucksvoll. Dort trat er an, fuhr eine kleine Lücke heraus und verwaltete seinen Vorsprung über die Schlussrunde. Mit zwei beziehungsweise fünf Sekunden Vorsprung verwies der 22-Jährige Nicolas Halter (Schweiz) und Leo Lounela (Schweiz) auf die Plätze zwei und drei.

„Er ist ein ganz starkes Rennen gefahren und absolut verdient Europameister geworden. Wir freuen uns“, sagte Bundestrainer Marc Schäfer.

Auch die Junioren fuhren ein gutes Rennen. Hückmann, Julius Klose (MTB Sport Saar-Obermosel) und Quirin Bach (RSC Kelheim) waren in einer sechsköpfige Spitzengruppe unterwegs. Aus der griff in der vorletzten Runde der Franzose Noa Filippi an und holte sich mit zwei Sekunden Vorsprung den Titel. Zunächst lagen fünf Fahrer in der Verfolgung, aber in der Schlussrunde zerfiel die Gruppe. Lediglich Hückmann und Marwan Barhoumi (Schweiz) blieben noch in Schlagweite. Im Schlussspurt der zwei Verfolger musste sich Hückmann seinem Kontrahenten geschlagen geben, konnte sich aber über Bronze freuen. Klose wurde Fünfter, Bach Sechster. Marlon Riess (TSV Neckartenzlingen) fuhr noch auf Rang zehn.

Weitere Top-Ten-Platzierungen gab es durch Luisa Daubermann (7./Frauen Elite, RSG Augsburg) und Leon Kaiser (10./Männer Elite, CC Cycling Club Winterberg). Die Juniorinnen Maxi Strittmatter (SV Kirchzarten) und Rosalie Sporn (Mainzer RSV) fuhren auf die Plätze elf und zwölf. Pech hatte Carla Hahn (KMC-Nukeproof), die bei den Frauen U23 an der Spitze des Rennens lag, als sie von zwei Defekten zurückgeworfen wurde. Ihr blieb am Ende nur der 20. Platz. „Sie lag richtig gut im Rennen, eine Medaille wäre heute auf jeden Fall möglich gewesen“, so Schäfer.

Morgen steht der Staffel-Wettbewerb auf dem Programm. Am Samstag und Sonntag werden die Medaillen in der olympischen Cross-Country-Disziplin vergeben.

Zur Info: Ein Statement von Paul Schehl folgt zeitnah.

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