Die nächste heiße Phase der Olympiavorbereitung der deutschen Bahnfahrer steht bevor. In allen Disziplinen kämpfen die BDR-Athletinnen und Athen ab dem kommenden Wochenende, wenn die Weltcupserie in Cali (Kolumbien) beginnt, weiter um die begehrten Startplätze. Vor allem für die Teamsprinter beginnt jetzt das „Olympia-Casting.“
Die deutschen Bahnfahrer sind erfolgreich in die Olympia-Saison gestartet und nehmen weiter in allen zehn Disziplinen Kurs auf die Spiele in Rio im nächsten Jahr. Zwar konnte die Mannschaft die Europameisterschafts-Bilanz des vergangenen Jahres mit drei Titeln und 13 Medaillen nicht wiederholen, mit sieben Medaillen (0/4/3) gehörte der BDR aber bei den Titelkämpfen in Grenchen/Schweiz erneut zu den führenden Nationen.
Bis in den frühen Morgen floss in der Lübbecker Merkur Arena das regionale Bier in Strömen – doch das hatten sich die meisten Beteiligten der Hallenrad-DM redlich verdient. Zuschauerandrang, tolle Stimmung, beste Bewirtung in der Halle. Da kommentierte Bundestrainer Dieter Maute gerne für den WDR („jede Fernsehminute tut uns gut“) – drinnen steppte der Bär.
Domenic Weinstein vom rad-net ROSE Team hat am Samstag bei den Bahn-Europameisterschaften in Grenchen/Schweiz seine glänzende Form bestätigt und in der 4000-Meter-Einverfolgung die Silbermedaille gewonnen. Im Finale musste sich der deutsche Meister nur Lokalmatador Stefan Küng beugen. In 4:17,755 Minuten verpasste Weinstein hauchdünn seinen vor zwei Wochen aufgestellten deutschen Rekord. Küng stellte unter ohrenbetäubendem Kuhglocken-Geläut in 4:14,992 eine neue Schweizer Bestmarke auf und sicherte sich nach dem WM- auch den EM-Titel.