Die deutsche Mixed-Staffel hat bei den Straßen-Weltmeisterschaften in Montreal (Kanada) den fünften Platz belegt. Das Sextett hatte mit einer Medaille geliebäugelt und zeigte sich mit dem Ergebnis entsprechend enttäuscht.
Es war ein ereignisreicher Staffel-Wettbewerb. Nikias Arndt, Jasha Sütterlin und Max Walscheid gingen hochmotiviert in die ersten 20,3 Kilometer, versuchten für die Frauen eine gut Zeit vorzulegen. Doch Arndt musste schon früh reißen lassen, sodass Sütterlin und Walscheid die Kohlen aus dem Feuer holen mussten. Sie wechselten auf Platz fünf liegend mit 28 Sekunden Rückstand zu den da schon führenden Italienern; zur Medaille fehlten zu diesem Zeitpunkt 16 Sekunden.
In den vergangenen Jahren war es immer die Frauen, die dann nochmal viel Boden gutmachen konnten. Ricarda Bauernfeind wurde aber kurz nach dem Start durch einen Defekt ausgebremst und musste Franziska Koch und Antonia Niedermaier ziehen lassen. Die beiden gaben alles, doch sie konnten den Abstand nicht mehr verkürzen. Im Ziel hatten sie 49 Sekunden Rückstand auf Italien. Das Team um Superstar Filippo Ganna siegte mit einer Fahrzeit von 51:32 Minuten und acht Sekunden Vorsprung vor Frankreich und 20 Sekunden vor der Schweiz.
Nikias Arndt: „Ich habe mich heute eigentlich in der Vorbereitung sehr, sehr gut gefühlt. Doch bereits in der zweiten Führung habe ich gemerkt, dass es heute schwer werden würde. Und schließlich addiert es sich auf. Es hat einfach etwas gefehlt. Das ist super ärgerlich.“
Max Walscheid: „Wir haben ein super Rennen gemacht und Jasha hat auch auf die Situation richtig gut reagiert, als wir nur noch zu zweit waren. Nikias hat alles gegeben fürs Team, wir hatten eine super Zeit hier, es halt einfach nicht gereicht.“
Jasha Sütterlin: „Mannschaftszeitfahren sind mein Ding; auch mit meinem Profiteam bin ich immer bis zum Schluss dabei. Und mit mir selbst bin ich heute echt zufrieden. Es ist natürlich schade, dass Nikias heute keinen guten Tag hatte. Aber Max und ich haben dann versucht, einen guten Rhythmus zu zweit zu finden und jeweils lange Führungen zu fahren, damit sich der andere immer etwas erholen kann. Wir haben das Beste daraus gemacht.“
Ricarda Bauernfeind: „Mich hat es leider mit dem Defekt erwischt. Mir ist die Kette runtergefallen, und, ja, dann konnte ich nichts mehr machen. Mir tut es leid, dass ich meine beiden Teamkolleginnen nicht mehr unterstützen konnte. Wir hatten uns so viel mehr vorgenommen.“
Antonia Niedermaier: „Natürlich ist man enttäuscht. Aber es gibt Sachen, die man nicht beeinflussen kann. Wenn jemand Defekt hat, ist es natürlich ärgerlich, aber das kann passieren.“
Franziska Koch: „Es ist jetzt nicht so, dass wir mit zwei Sekunden verloren hätten. Wir haben alles gegeben, deswegen denke ich, wir haben eine super Vorbereitung gehabt und können nach wie vor mit unserer Leistung zufrieden sein.“
