Drei WM-Titel zum Abschluss der Hallen-WM – Medaillen in allen Disziplinen
Neele Jodeleit und Kim Leah Schlüter fuhren erstmals zum WM-Titel im 2er Kunstradfahren der Frauen.Foto: Constantin Eckstein

Mit drei weiteren WM-Titeln, zwei Silber- und einer Bronzemedaille am letzten Wettkampftag sind die für German Cycling (GC) wieder sehr erfolgreichen Hallenradsport-Weltmeisterschaften in Ludwigsburg zu Ende gegangen. Philipp Rapp verteidigte sein Regenbogentrikot im 1er Kunstradfahren genauso wie die Radballerinnen Danielle Holzer/Judith Wolf, während Neele Jodeleit/Kim Leah Schlüter erstmals den Titel gewannen. Insgesamt holte GC sechsmal Gold, viermal Silber und einmal Bronze – und damit Edelmetall in allen sieben Disziplinen.

Rapp wurde seiner Favoritenrolle gerecht. Starke Konkurrenz gab es aus dem eigenen Lager: Simon Halter fuhr nur knapp hinter ihm zur Silbermedaille. In der Qualifikation war es der erst 19-jährige WM-Neuling, der mit einer fehlerfreien Kür die bessere Punktzahl ausgefahren hatte. Rapp ließ sich davon jedoch im Finale nicht beeindrucken. Zwar gab es hier und da kleinere Punktabzüge, doch mit 206,99 ausgefahrenen Punkten verwies er seinen Nationalmannschaftskollegen mit 202,98 Punkten auf Rang zwei. „Der Titel dieses Jahr fühlt sich anders an als letztes Jahr, ich bin deutlich erleichterter, da meine Fahrt nicht ganz so gut war. Trotzdem freue ich mich natürlich über das Ergebnis“, war Rapp auch selbstkritisch.

Die Vize-Weltmeisterinnen der vergangenen beiden Jahre Jodeleit/Schlüter zeigten in der Qualifikation schon die beste Kür und bestätigten ihre Leistung auch im Finale. Mit 128,82 ausgefahrenen Punkten siegten mit über acht Punkten Vorsprung vor dem Schweizer Duo Larissa Tanner/Simona Lucca (120,42). „Wir sind super happy, nachdem wir die ganze Zeit darauf hingearbeitet haben. Es war ganz schön viel Druck, den Titel jetzt auch zu holen. Dass es nun geklappt hat, macht und glücklich und wir können es noch gar nicht fassen“, sagte Jodeleit. Lillith Mester und Mira-Sofie Osterhage, die ihre erste Weltmeisterschaft bestritten und als Quali-Vierte den Sprung ins Finale geschafft hatten, konnten sich steigern und kamen mit 118,30 Punkten auf den Bronzerang.

Im Radball der Frauen machten Holzer/Wolf den WM-Hattrick perfekt. Das komplette Turnier über waren Holzer/Wolf ungeschlagen, standen frühzeitig als Finalteilnehmerinnen fest und trafen dort auf die Schweiz (Sava Baumann/Chiara Dotoli), die sie mit 4:0 Toren besiegten. „Es ist cool, dass wir zum dritten Mal bei einer Heim-WM den Titel sichern konnten. Die Stimmung in der Halle war so super, das macht das ganze nochmal besonders“, sagte Holzer und erklärte weiter: „Wir verstehen uns neben und auf dem Spielfeld richtig gut, sodass es einfach Spaß macht.“

Birkner/Mlady wurden bei ihrer WM-Premiere Vize-Weltmeister und übertrafen damit ihre eigenen Erwartungen. Sie waren mit dem Ziel das Halbfinale zu erreichen in die Titelkämpfe gegangen. Das gelang ihnen problemlos. In der Vorrunde belegten sie in Gruppe A Tabellenplatz eins. In der Zweiten Runde unterlagen sie zwar mit 5:9 Toren bereits den Österreichern deutlich, konnten sich aber über das Viertelfinale fürs Halbfinale und schließlich das Finale qualifizieren. Das erneute Aufeinandertreffen mit Schnetzer/Bröll ging mit 1:8 Toren vom Ergebnis her zwar deutlich für die Österreicher aus, doch Birkner/Mlady gaben zu keiner Zeit des Finalspiels auf und kämpften bis zum Schluss.

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