Dörnbach Vize-Weltmeister im Keirin – Bronze für Frauen-Vierer
Freuen sich über ihre WM-Medaillen (v. li.): Franziska Brauße, Mieke Kröger, Maximilian Dörnbach, Lisa Klein und Messane Bräutigam.Foto: GC

Maximilian Dörnbach ist Vize-Weltmeister im Keirin. Bei den Titelkämpfen in Shanghai (China) musste der 30-Jährige nur dem Topfavoriten und nun 22-fachen Weltmeister Harrie Lavreysen (Niederlande) den Vortritt lassen. Außerdem holte der deutsche Frauen-Vierer Bronze.

Von Startposition vier ins Keirin-Finale gegangen, klemmte sich Dörnbach, nachdem das Schrittmacher-Derny die Bahn verlassen hatte, an das Hinterrad von Lavreysen. „Für mich gab es entweder die Taktik, nach vorne zu gehen und zu hoffen, ich komme dann an irgendein Hinterrad, oder halt auf Harrie Lavreysen zu warten“, erzählte Dörnbach nach dem Rennen. In dessen Windschatten schob er sich auf den zweiten Platz, verteidigte seine Position und konnte sich am Ende über Silber freuen.

Nachdem Dörnbach schon fünf EM-Medaillen holen konnte, ist es sein erstes WM-Edelmetall in der Elite-Klasse. „Die Medaille bedeutet mir auf jeden Fall sehr viel. Ich bin der Älteste in der Mannschaft und auch schon über zehn Jahre dabei und ich glaube, das ist schon etwas Besonderes. Es ist meine erste WM-Medaille und vor allen Dingen auch in einer olympischen Disziplin. Damit habe ich im Vorfeld nicht gerechnet und es wäre für mich schon ein Erfolg gewesen, ins Halbfinale zu kommen, denn das Niveau ist sehr hoch.“

„Er hat ein ganz starkes Turnier gefahren, immer mit Auge und dem entsprechenden Druck dazu. Bei Harrie die zwei Runden mitzufahren und nicht abzuplatzen, das war ganz stark“, lobte Bundestrainer Jan van Eijden seinen Schützling. Der zweite deutsche Starter, Henric Hackmann, der im Hoffnungslauf ausgeschieden war, belegte den 31. Platz.

Eine weitere Medaille gab es in der Mannschaftsverfolgung der Frauen. Franziska Brauße, Messane Bräutigam, Lisa Klein und Mieke Kröger gingen den Finallauf um Rang drei sehr schnell an und konnten die Niederländerinnen frühzeitig distanzieren. Die kamen zum Schluss zwar noch einmal stark auf, doch das deutsche Quartett setzte sich in 4:10,554 Minuten und mit zweieinhalb Zehntelsekunden Vorsprung knapp durch. „Das Finale war zwar eine knappe Kiste und lief nicht perfekt, aber im Endeffekt können wir schon zufrieden sein“, kommentierte Frauen-Bundestrainer André Korff den dritten Platz seiner Mannschaft.

Brauße sagte: „Wir sind auf jeden Fall mit der Bronzemedaille zufrieden und jede von uns weiß, woran man noch arbeiten muss in Richtung der nächsten Wettkämpfe. Das Halbfinale gegen Italien war schon so ein bisschen unser Finale. Da sind wir eine gute Zeit gefahren, sodass es natürlich schade war, dass wir da knapp ausgeschieden sind. Aber wir haben alles gegeben.“ Weiter ergänzte Bräutigam: „Wir waren das drittbeste Team, deswegen können wir schon sehr zufrieden sein mit der Bronzemedaille.“ Klein meinte: „Es war auf jeden Fall ein harter Kampf. Wir sind im Lauf gegen Italien sehr, sehr tief gegangen und mussten auch im Kleinen Finale gegen die Niederländerinnen ordentlich gegenhalten, sodass es kein Selbstläufer war.“ Lediglich Kröger war mit ihrer Leistung nicht glücklich: „Ich bin mit mir selbst nicht so zufrieden. Normalerweise fahre ich ja mindestens vier Runden an der Spitze und jetzt hat es zweimal nur für dreieinhalb gereicht und einmal noch nicht mal für das. Ich will dem Vierer ja auch etwas geben und das war dieses Mal leider irgendwie nicht möglich.“

Im Sprint-Turnier der Frauen belegte Lea Sophie Friedrich den fünften Platz, Pauline Grabosch wurde Neunte. Friedrich war im Viertelfinale gegen die Japanerin Mina Sato ausgeschieden, die zuvor auch schon Grabosch im Achtelfinale ausgeschaltet hatte. Im Scratch wurde Tim Torn Teutenberg Sechster. Seine Schwester Lea Lin Teutenberg fuhr im Ausscheidungsfahren auf Rang sieben.

Sponsoren
Förderer