Esch U19-Weltmeister im Scratch – Teamsprinterinnen holen Silber
Raul Esch (Mitte) wurde U19-Weltmeister im Scratch.Foto: GC

Raul Esch (Radsportverband THÜ) ist neuer U19-Weltmeister im Scratch und sorgte damit direkt am ersten Wettkampftag der Bahn-Weltmeisterschaften der Juniorinnen und Junioren in Heusden-Zolder (Belgien) für den ersten Titel für German Cycling (GC). Im Teamsprint holten die Juniorinnen obendrein Silber.

Esch zeigte ein souveränes Rennen, war stets gut positioniert. Der 18-Jährige setzte alles auf eine Entscheidung im Sprint – und in der ließ er Jacopo Vendramin (Italien) und James Canham (Großbritannien) hinter sich. „Der WM-Titel fühlt sich gut an“, freute sich Esch, der mit dem Ziel ins Rennen gegangen war, einfach befreit zu fahren – und am Ende kam es zum Sprint, in dem er seine Karten wie geplant ausspielen konnte. „Nach der schweren Zeit im Frühjahr erst der EM-Titel [im Zweiermannschaftsfahren, Anm. d. Red.] und jetzt auch noch das Weltmeistertrikot – das einfach fantastisch.“ Morgen startet Esch mit den deutschen Vierer, am Samstag im Omnium und am Sonntag im Zweiermannschaftsfahren. „Da möchte ich natürlich auch noch Medaillen holen“, so der Thüringer, der nun noch selbstbewusster die nächsten Rennen angehen kann.

Über eine Medaille konnten sich auch die Teamsprint-Europameisterinnen Celine Prochnau (Frankfurter RC 90), Marie Louise Raake (RSC Cottbus) und Lara Colberg (1. RSC Strausberg), die im Finale Mira Rosinski (Chemnitzer RSV) ersetzte, nun bei der WM freuen. Nach Platz drei in der Qualifikation konnte sich das deutsche Juniorinnen-Trio mit der zweitschnellsten Siegerzeit in der Zwischenrunde noch ins Große Finale fahren. Mit einer Fahrzeit von 49,204 Sekunden verbesserten sie dort den deutschen Rekord deutlich. Dennoch waren die Neutralen Athletinnen stärker, die mit einer Weltrekordzeit von 48,759 und 0,4 Sekunden Vorsprung vor den Deutschen siegten.

Til Krüger, Matyas Malina und Leonidas Rekowski, ebenfalls amtierende U19-Europameister, wurden im Teamsprint der Junioren Fünfte. In der Zwischenrunde musste sich das deutsche Trio trotz einer extrem starken letzten Runde von 1000-Meter-Europameister Rekowski, der noch einiges an Boden gutmachte, Italien um drei Zehntelsekunden geschlagen geben und verpasste damit den Finaleinzug. „Die Mädels sind klasse gefahren, konnten den deutschen Rekord um über eine halbe Sekunde verbessern, das war super“, sagte U19-Bundestrainer Maximilian Levy und erklärte weiter: „Die Jungs haben ihr Bestes gegeben, jedoch haben wir auf Position eins nicht geglänzt. Aber der Anfahrer bestreitet sein erstes U19-Jahr und die beiden anderen haben super Zwischenzeiten hingelegt, was Hoffnungen für die Einzelrennen macht.“

Im Scratch der Juniorinnen belegte Emily Wagenstetter (RSV Rosenheim) den 14. Platz.

In der Mannschaftsverfolgung wahrten sich sowohl die Juniorinnen als auch die Junioren die Chance, das Kleine Finale zu erreichen. Beide Vierer belegten in der Qualifikation Rang sechs und haben damit noch die Chance, um Bronze zu fahren – müssen in der Zwischenrunde, die morgen ausgetragen wird, aber unter den besten zwei unterlegenen Teams sein.

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