Grabosch Weltmeisterin im 1000-Meter-Zeitfahren – Bronze für Teutenberg und Klein

Pauline Grabosch ist neue Weltmeisterin im 1000-Meter-Zeitfahren. Bei der Bahn-WM in Shanghai (China) krönte sich die 28-Jährige erstmals zur Titelträgerin in einer Einzeldisziplin. Im Omnium gewann Tim Torn Teutenberg Bronze, genauso wie Lisa Klein in der Einerverfolgung.

Schon in der Qualifikation fuhr Grabosch deutliche Bestzeit, lag fast acht Zehntelsekunden vor der Konkurrenz. Und das bestätigte die fünffache Teamsprint-Weltmeisterin im Finale. Grabosch hatte dort zwar nicht die schnellsten Rundenzeiten – aber sie fuhr konstant und war auch hinten raus noch schnell unterwegs, schneller als alle anderen. Mit einer Fahrzeit von 1:04,572 Minuten verwies sie die Niederländerin Hetty van de Wouw (1:05,223) um mehr als sechs Zehntelsekunden wieder klar auf Platz zwei. Dritte wurde mit Sofie van Rooijen (1:05,398) ebenfalls eine Niederländerin.

„Der WM-Titel bedeutet mir alles. Ich meine, es war schon immer etwas Besonderes, das Podium mit den anderen Mädels zu teilen, aber ich glaube, es ist zehn Jahre her, seit ich ganz allein auf dem obersten Treppchen stand“, so die fünffache Teamsprint-Weltmeisterin, die 2017 U23-Europameisterin im 500-Meter-Zeitfahren wurde und damit ihren bislang letzten Einzeltitel holte. Das 1000-Meter-Zeitfahren gibt es für Frauen erst seit 2025. „Ich wollte der Welt einfach zeigen, dass ich zu mehr fähig bin als nur zu einer einzigen Runde. Ich war früher die Anfahrerin, jetzt fahre ich Position drei im Teamsprint, und ich glaube, nicht viele Leute hätten gedacht, dass ich Weltmeisterin über 1000 Meter werden könnte.“

Teutenberg war mit einer guten Ausgangslage in das alles entscheidende Punktefahren des Omniums gestartet. Nach Platz sieben im Scratch, dem Sieg im Temporennen und Platz zwei im Ausscheidungsfahren lag er auf dem zweiten Gesamtrang hinter Iuri Leitao (Portugal). Mit einem Rundengewinn konnte sich jedoch noch Fabio Van de Bossche (Belgien) an Teutenberg vorbeischieben, sodass er Dritter wurde. „Tim ist ein richtig gutes Omnium gefahren. Natürlich haben wir nach den ersten drei Wettbewerben vom Regenbogentrikot geträumt, aber man muss anerkennen, dass vor allem Iuri Leitao eine bärenstarke Leistung abgeliefert und verdient gewonnen hat“, erklärte Bundestrainer Lucas Schädlich.

In der Qualifikation lagen Klein und ihre Gegnerin im Bronzelauf, Martina Alzini, mit nur drei Zehntelsekunden Abstand dicht beieinander – mit leichtem Vorteil für die Italienerin. Doch Klein konnte sich noch steigern, war im Finale von Anfang an in Führung und setzte sich in 4:28,274 Minuten für die 4000 Meter mit fast viereinhalb Sekunden Vorsprung gegen Alzini (4:32,749) durch. „Ich wusste, dass ich mehr drauf habe und habe im Finale einfach alles gegeben. Ich freue mich sehr über die zweite Medaille“, so Klein, die morgen auch noch im Punktefahren antritt.

Henric Hackmann wurde im Sprint Sechster, nachdem er im Viertelfinale ausgeschieden war. Er musste sich in zwei Läufen Nicholas Paul (Trinidad und Tobago) geschlagen geben. Im Achtelfinale hatte er noch den mehrfachen Sprint-Vizeweltmeister Jeffrey Hoogland (Niederlande) ausgeschaltet. Der zweite deutsche Starter, Luca Spiegel, war zuvor im 1/16-Finale an Hoogland gescheitert.

Im Zweiermannschaftsfahren belegte das deutsche Duo Messane Bräutigam/Lea Lin Teutenberg den 17. Platz.

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