Lillyana Seidler (Mellowpark) hat bei den Europameisterschaften im olympischen BMX Freestyle Park in Darmstadt die Bronzemedaille geholt und damit ihren ersten großen internationalen Erfolg eingefahren. Das Nationalteam von German Cycling (GC) zeigte bei seiner Heim-EM eine starke mannschaftliche Leistung, denn alle sechs Deutschen erreichten das Finale.
In der Qualifikation der Frauen hatte Titelverteidigerin Kim Lea Müller (Backyard) die Nase vorn, konnte im Finale jedoch nicht ihr Können abrufen. „Ich bin bei meinen Läufen gestürzt und heute auf dem zehnten Platz gelandet. Es ist schade, dass ich meine Lieblingstricks, an denen ich für diesen Wettkampf gearbeitet habe, nicht zeigen konnte“, bedauerte Müller.
Doch für sie sprang eine andere Deutsche in die Bresche: Seidler überzeugte mit einem starken ersten Run, der ihr 86,12 Punkte und damit die Bronzemedaille hinter Noemi Molnar (93,00/Ungarn) und Kitty Joseph (89,94/Großbritannien) einbrachte. „Ich bin super happy mit Bronze“, freute sich die 19-Jährige.
„Lillyanas Medaille kam für uns gar nicht so überraschend, wir haben damit schon geplant“, bekannte Bundestrainer Mark König. „Es ist natürlich schade, dass Kim ihren Europameistertitel nicht verteidigen konnte. Im ersten Run ist sie relativ schwer gestürzt und hatte eine größere Wunde am Arm, die versorgt werden musste. Im zweiten Run kam dann noch Pech dazu, als sie bei einem Trick, den sie im Training die vergangenen Wochen jedes Mal geschafft hat, von der Pedale abgerutscht ist. Aber ja, das war halt einfach die Wettkampfsituation, die EM im eigenen Land und dann noch der Versuch, den Titel zu verteidigen. Es wäre schön gewesen, aber es hat leider nicht geklappt. Aber dafür haben wir die Bronzemedaille mit Lilly geholt.“
Die dritte Deutsche im Finale, Lara Lessmann (Mellowpark), fuhr auf Rang sieben. Die deutschen Männer Dean Florian, Lars Kindermann (beide Woodstyle) und Lokalmatador Philipp Muth (VC Darmstadt) belegten die Plätze sieben, acht und elf. „Das ist für unsere Männer ein Top-Ergebnis, damit bin ich voll und ganz zufrieden“, so König, der sich auch über den Zuspruch freute: „Es war eine mega Veranstaltung. Es waren viel mehr Zuschauer da als wir jemals erwartet hätten. Wir hätten eigentlich noch zwei Tribünen mehr aufstellen müssen, um den Andrang bewältigen zu können.“
