Mit dem Gewinn der Bronzemedaille im Teamsprint der Frauen ist German Cycling (GC) erfolgreich in die Bahn-Weltmeisterschaften in Shanghai (China) gestartet. Auch der deutsche Frauen-Vierer ist auf Medaillenkurs.
Schon in der Qualifikation fuhren Clara Schneider, Lea Sophie Friedrich und Pauline Grabosch die drittschnellste Zeit und bestätigten ihre Leistung auch im Halbfinale. Dort setzten sie sich gegen die Niederlande durch und erreichten damit das Kleine Finale um Bronze. In dem Rennen gegen die neutralen Athletinnen lag das deutsche Trio zunächst zurück, doch Grabosch konnte sich und ihren Teamkolleginnen noch mit einer starken Schlussrunde die Bronzemedaille sichern.
„Eigentlich fühlt sich die Bronzemedaille wie eine Goldmedaille an. Wir sind hier ohne große Erwartungen reingegangen, weil wir einfach nicht wussten, wie wir uns momentan weltweit einordnen können. Deswegen können wir super stolz sein und sind unglaublich glücklich, Bronze mit nach Hause zu nehmen“, freute sich Schneider über ihre erste WM-Medaille in der Elite-Klasse. Weiter sagte die 22-Jährige: „Druck habe ich eher von mir selber verspürt. Am Ende ist es eine Teamleistung. Lea und Pauline standen total hinter mir und haben es am Ende einfach auf die Bahn gebracht.“
„Mit Bronze sind wir sehr zufrieden und lässt uns positiv auf die weiteren Wettbewerbe blicken. Auf der Position eins ist Clara im Vergleich mit China und Großbritannien leider noch etwas zu langsam, aber Lea hat dann super übergeben und Pauline war als Schlussfahrerin wieder saustark. Sie hat im Finale sogar die schnellste Zeit auf ihrer Position gefahren“, erklärte Bundestrainer Jan van Eijden.
Ihre männlichen Kollegen schieden hingegen als Neunte knapp aus. Nik Schröter, Luca Spiegel und Henric Hackmann verpassten den Einzug ins Halbfinale, das die besten acht Teams bestreiten, mit einer Fahrzeit von 42,953 Sekunden um gerade einmal 13 Hundertstelsekunden. „Nik ist sehr stark angefahren, aber bei Luca und Henric hat es dann leider etwas gefehlt. Weit weg sind wir nicht, denn zu Platz sechs fehlte weniger als eine halbe Zehntelsekunde. Aber wir müssen noch etwas aufholen. Wir hätten schon gerne den zweiten Lauf gefahren – auch um Henric als zweiten Fahrer und Maximilian Dörnbach als Schlussfahrer unter Wettkampfbedingungen auszuprobieren.“
Franziska Brauße, Messane Bräutigam, Lisa Klein und Mieke Kröger sind in der Mannschaftsverfolgung der Frauen auch auf Medaillenkurs. Das Quartett fuhr in der Qualifikation auf den zweiten Platz und erreichte damit souverän die nächste Runde der besten Acht, die am morgigen Donnerstag ausgetragen wird und wo die Deutschen auf Italien treffen werden. Für die 4000 Meter benötigten sie 4:09,978 Minuten und mussten nur den Britinnen mit einer Fahrzeit von 4:08,055 Minuten den Vortritt lassen.
Der Männer-Vierer mit Moritz Binder, Benjamin Boos, Max-David Briese und Tim Torn Teutenberg belegte den achten Platz und machte damit einen ersten wichtigen Schritt in Richtung Olympia-Qualifikation. In der Vorrunde hatte sich das Quartett noch achtbar auf Rang sechs geschlagen, unterlag im Halbfinale allerdings mit einer Fahrzeit von 3:51,449 Minuten Neuseeland.
Im Scratch der Frauen wurde Lea Lin Teutenberg ebenfalls Achte.
